
Jan Johann Drliczek *1878 +1957
Die frühe Firmengeschichte
Die Firma Drliczek Schaustellerbetrieb wurde im Jahr 1832 gegründet. Von einem Wenzel Drliczek der, am Anfang des 19 den Jahrhundert geboren wurde, er bekam im Jahr 1832 einen Sohn mit Namen Franz Drliczek. Und gründete den Schaustellerbetrieb in diesem Jahr, er wurde so zum Ringelspieler. Dies ist urkundlich belegt anhand einer Reisegewerbekarte, die im Jahre 1832 ausgestellt wurde. Seit dieser Zeit wird das Schaustellergewerbe in der Familie betrieben.
Es folgte Tochter Franziska Drliczek *1857 und deren Sohn Jan Johann Drliczek.
Es bildeten sich die verschiedensten Sparten an Geschäften. Es gab Zeiten mit z. B. acht Groß-Fahrgeschäften und mehreren kleinen Läden wie Schießbude oder Kinderkarussell. Anfang des 20sten Jahrhunderts hatte der Betrieb zirka 40 angestellte und das Reisegebiet erstreckte sich über Böhmen, Bayern und Österreich-Ungarn bis an den heutigen Balkan. Der Firmensitz lag über lange Zeit im Egerland. In den Nachkriegsjahren bestand der Betrieb nur noch aus der Familie selbst und musste von vorne Beginnen.

Josef Drliczek *1907 +1972
Die moderne Firmengeschichte
Die moderne Firmengeschichte wurde maßgeblich von Wenzel Drliczek geprägt. Als er Anfang der 60ér Jahre von Eger über Österreich und Würzburg nach Fürth kam, lernte er hier seine Frau Maritta Drliczek (geborene Michel) kennen. Die ebenfalls aus einer traditionsreichen Schaustellerfamilie stammt. Die Firma Michel betrieb seit dem Jahr 1926 Riesenräder. Wenzel Drliczek war zunächst mit im Betrieb seines Schwiegervaters tätig.
Wenzel Drliczek baute 1968 mit seinem Vater Josef die erste Kinderschaukel die komplett auf einen Wagen montiert war, die Schaukel war so leicht auf und ab zu bauen. Sie wurde von Josef Drliczek bis zu seinem Tod betrieben.
Im Jahr 1972 kam er mit seinem ersten eigen Riesenrad auf den Markt, dem Orion I. Es wurde von ihm selbst erdacht und weitestgehend konstruiert sowie gebaut in Zusammenarbeit mit der Firma Höppler Karussellbau in Niederbayern. Unterstützt wurde er hierbei von seinem Vater Josef Drliczek.
Das Riesenrad war zu seiner Zeit eines der Modernsten, es stand auf nur sechs Masten, während andere Räder acht benötigten. Der Aufbau erfolgte ohne Kran, die moderne Konstruktion machte diesen unnötig.

Wenzel Drliczek *1933 +2006
Im Jahre 1985 folgte Riesenrad Orion II wie bei Orion I war die Idee und weite teile der Konstruktion die Arbeit von Wenzel Drliczek. Die Statik wurde vom Ing. Büro Werner Stengel in München erstellt. Einer der renommierten Statiker weltweit, wenn es um die Konstruktion von Karussells geht.
Der Stahlbau wurde von der Firma Fahrzeugbau
POPP in Nürnberg durchgeführt. Es waren viele Firmen aus ganz Bayern am Bau beteiligt um nur einige zu nennen
MAX Hütte in der Oberpfalz, Rohmer und Stimpfig aus Fürth, Heckl Elektroanlagen Nürnberg, Probst Elektromotoren Fürth. Die Steuerung lieferte Pappe und Olpertz aus Köln.Technisch war und ist Orion II bis heute eine absolute Sonderanlage. Das Besondere daran ist, das es auf nur einem Mast steht und das gesamte Rad am Boden liegend montiert wird.
Dies sorgte bei der Premiere die am 6.4.1985 auf dem Nürnberger Frühlingsfest gefeiert wurde, für großes aufsehen sowohl beim Besucher sowie bei Fachleuten. Diese Konstruktion stand nun unter Beobachtung der verschiedensten Karussell Herstellern aus ganz Europa. Es gab Firmen aus Holland, Italien und Deutschland die gerne die Baupläne für Orion II bekommen hätten. Mit keiner Firma konnte aber eine für beide Seiten zufriedenstellende Übereinkunft getroffen werden. So das Orion II bis heute einmalig ist. Es folgte ein Versuch eines italienischen Hersteller, der aber nicht die Höhe (32 Meter) von Orion II erreichte.
Im Jahr 1987 kam ein neues Firmengelände hinzu im Nürnberger Industriegebiet Schmalau.
Der Firmen Sitz ist aber nach wie vor in Fürth in der Flurstraße.
Im Winter Halbjahr 1993auf 1994 erfolgte der letzte große geschäftliche Akt von Wenzel Drliczek, der Umbau von Orion I zu Orion
III wurde von ihm und seinen beiden Söhnen Robert und Michael in Eigenregie auf ihrem eigenem Firmengelände mit Unterstützung verschiedenster Handwerksbetrieben vollzogen. Im Frühling 1994 ging Orion
III sehr erfolgreich an den Start. Nun zog sich Wenzel Drliczek nach und nach immer mehr aus dem Geschäft zurück und übergab seinen Söhnen immer mehr Verantwortung. Robert übernahm Orion
III das er schon in den letzten Jahren von Orion I komplett führte. Michael übernahm 1999 Orion II.

Michael Drliczek *1971
Aktuelle Firmengeschichte
Im Jahr 1990 trat zum ersten Mal die Firma Michael Drliczek Schaustellerbetrieb in Erscheinung.
Und zwar mit einen in der Firmengeschichte neuen Betätigungsfeld. Den Forchheimer Weihnachtsmarkt. Hier stellte er, wie heute immer noch, die zentrale Ausschankstation „Punschschänke“ in der Mitte des Marktes.
Im Jahr 1992 folgte eine weiter Neuerung, es kam zum Imbissstand „Die Creperie“. Ein Spezialitäten Geschäft zum Verkauf von französischen Crepes. Crepes waren zu diesem Zeitpunkt im bayerischen und vor allem fränkischen Raum noch sehr selten anzutreffen. Das Sortiment wurde in den folgenden Jahren erweitert um Dampfnudeln und Kaffee Spezialitäten.
1994 Heirateten Michael und Pauline Drliczek (geborene Prütz). Fortan führten sie die Geschäfte gemeinsam. Im Jahr 1996 folgte der Ausbau des Segment Creperie. Mit einer Investition von rund 150 000,- DM für ein moderneres und größeres Geschäft. Das Sortiment wurde wiederum erweitert um Apfelküchle und Frisch gebackene Waffeln. Schnell entwickelte man sich zu einem der führenden Betriebe auf diesen Segment in Bayern. Selbstverständlich kam die Creperie auch auf dem Weihnachtsmarkt zum Einsatz aber nicht in einem Wagen wie im Sommer auf Kirchweihen und Volksfesten, sondern in einer Holzhütte mit Weihnachtsambiente. 1999 fand die Übernahme des Riesenrades Orion II statt. Zunächst zusammen mit den Vater Wenzel für drei Jahre. Im Jahr 2002 verabschiedete sich Wenzel Drliczek in den Ruhestand. Im Jahr 2007 wurde ein neuer Creperie
Verkaufsstand eigens für den Weihnachtsmarkt in Forchheim gebaut, in enger absprache mit den Zuständigen stellen in der Stadt. Obwohl das neue Geschäft wiedermal in Eigenregie gebaut wurde (wie meistens bei Drliczek) belief sich die Investitionssumme auf rund 25 000,-€.
Im Jahr 2009 folgt ein weiterer großer schritt für die Firma es kommt ein neues Betriebsgelände hinzu.Die Niederlassung Forchheim. Im Industriegebiet an der Lände erwerben Michael und Pauline Drliczek ein 1700qm großes Grundstück.
Im Herbst 2010 gibt es gleich zwei neuerungen im Betrieb einmal eine Hall für das Grundstück in Forchheim.
Und einen neuen Ausschank “Die Punsch Schänke” sie kommt zum erstemal am Weihnachtsmarkt zum einsatz. Die Punsch Schänke wurde gebaut von der Firma Marko Pfaff Spezialfahrzeugbau. Der Start war Optimal mit dem neuen Geschäft es spricht sehr gut an bei der Kundschaft und den Verantwortlichen Personen der Stadt.
Heute ruht das Wohl der Firma und damit der Familie, auf allen drei Geschäftsfeldern dem Riesenrad, der Creperie und des Weihnachtsmarktes. Wir blicken mit Optimismus und Zuversicht in die Zukunft, ohne dabei unsere lange Firmen Tradition aus dem Auge zu verlieren.
Den jeder Baum der wächst und Früchte trägt, weiß auch wo seine Wurzeln sind.